
Zwischen Vision und Unsicherheit – wie wir inneren Halt finden
8. März 2026Gedankenkarussell stoppen
Fällt es dir schwer, deine Gedanken abzuschalten?
Beschäftigst du dich immer wieder mit deinen Sorgen
und Ängsten?
Hast du das Gefühl, deine Gedanken drehen sich ständig
im Kreis?
Vor allem in der Nacht ist es oft am schlimmsten.
Du liegst im Bett und deine Gedanken beginnen zu kreisen.
Du gehst deine To-do-Listen durch, spielst vergangene Situationen immer wieder durch und suchst nach Lösungen. Sorgen werden plötzlich größer, als sie vielleicht tatsächlich sind.
Dieses ständige Grübeln raubt Energie. Dein inneres System findet keine Ruhe – und das kann zu Stress und Schlafproblemen führen.
Grundsätzlich ist es sehr menschlich, sich Gedanken zu machen. Es ist sogar ein Zeichen dafür, dass dein Gehirn nach Klärung und innerer Ordnung sucht.
Doch dieses ständige Gedankenkreisen – vor allem am Abend oder in der Nacht – kann zur Belastung werden.
Es macht einen Unterschied, ob du
lösungsorientiert über ein konkretes Thema nachdenkst
oder ob deine Probleme durch ständiges Grübeln immer größer werden.
Du kannst deine Gedanken nicht einfach per Knopfdruck abstellen. Aber du kannst lernen, ihnen Raum zu geben.
Es geht nicht darum, negative Gedanken wegzuschieben.
Doch du kannst lernen, sie bewusst wahrzunehmen – und sie dann wieder loszulassen.

Was kann helfen, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen?
Schreibe alles auf, was dich beschäftigt
So entlastest du dein Gehirn.
Alles, was du zu Papier bringst, ist zunächst einmal aus deinem Kopf heraus.
Du signalisierst deinem Gehirn: Kein Gedanke geht verloren.
Du kannst deine Gedanken anschließend grob sortieren:
- Was kann ich selbst beeinflussen?
- Was liegt außerhalb meiner Kontrolle?
Das hilft, inneren Druck zu reduzieren und deinem Gehirn zu signalisieren, dass du dich zu gegebener Zeit darum kümmern wirst.
Beruhige dein Nervensystem mit Atemübungen
Ständiges Grübeln versetzt deinen Körper in einen inneren Alarmzustand – selbst dann, wenn du ruhig im Bett liegst.
Durch bewusstes Atmen kannst du dein Nervensystem beruhigen.
Du gibst deinem Körper den Impuls:
Es ist alles gut.
Es besteht keine Gefahr.
Jetzt darf ich entspannen.
Atemübung
Lege deine Hände auf deine Brust.
Atme tief durch die Nase ein.
Halte den Atem für einen kurzen Moment an.
Atme anschließend langsam durch den Mund wieder aus.
Versuche dabei länger auszuatmen als einzuatmen.
Wiederhole diese Übung einige Male und du wirst bemerken, wie sich dein inneres System beruhigt.
Die Gedanken verschwinden dadurch nicht sofort.
Doch sie werden leiser.
Wenn Gedanken auftauchen, nimm sie wahr – aber halte sie nicht fest.
Lass sie weiterziehen.
Vielleicht hilft dir das Bild, dass du mit jedem Ausatmen belastende Gedanken sanft aus deinem Körper hinausatmest.
Dann kehre wieder zu deiner Atmung zurück.
Gib dir Zeit
Alles Neue braucht Zeit, um sich zu integrieren.
Hier geht es um Wiederholung.
Je öfter du dich bewusst für ruhiges Atmen entscheidest, desto schneller kann dein Nervensystem lernen, wieder in die Entspannung zu kommen.
Diese Atemübung kannst du auch tagsüber anwenden.
Immer dann, wenn du merkst, dass dich etwas stresst oder beunruhigt.
Schon wenige Minuten bewusstes Atmen können helfen, dein inneres Gleichgewicht wiederzufinden.
Tägliche Abendroutinen
Kleine Routinen können dir helfen, dein inneres System herunterzufahren und deinem Gehirn zu signalisieren:
Jetzt ist nichts mehr zu tun.
Zum Beispiel:
- Handy bewusst weglegen
- ruhige Musik hören
- entspannende Frequenzen
- Meditationen oder Trance- und Entspannungsreisen
- sanfte Bewegungsübungen wie Yoga
- ein paar Seiten in einem guten Buch lesen
Dankbarkeitsritual
Nimm dir am Abend einen Moment Zeit und frage dich:
Wofür bin ich heute dankbar?
Vielleicht hattest du eine schöne Begegnung.
Vielleicht hat dir die Natur gutgetan.
Vielleicht ist dir etwas besonders gut gelungen.
Beginne mit fünf Dingen, für die du dankbar bist.
Mit der Zeit wirst du merken, wie viel Schönes es in deinem Leben gibt.
Sei geduldig und liebevoll mit dir
Halte dir vor Augen:
Wie würdest du mit deiner besten Freundin oder deinem besten Freund sprechen?
Würdest du sie oder ihn verurteilen, wenn etwas nicht sofort gelingt?
Oder würdest du sie ermutigen, weiterzumachen und den Weg weiterzugehen?
Genau so darfst du auch mit dir selbst umgehen.
Veränderung ist ein Prozess - und geschieht Schritt für Schritt.
Erlaube dir, diesen Weg mit Geduld und Mitgefühl zu gehen.
CorMentis-Impuls
Manchmal braucht es nur einen Moment des Innehaltens.
Einen bewussten Atemzug.
Einen liebevollen Gedanken.
Dann beginnen sich Herz und Verstand wieder zu verbinden –
und in dieser Verbindung entsteht Ruhe.
- Ruhe beginnt dort, wo du aufhörst, gegen deine Gedanken zu kämpfen. -
CorMentis Herzverstand
Sabine Popolari-Wiederschwinger
www.cormentis-herzverstand.at



